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Neue Impulse für das Stadtmarketing Heiligenhaus und für die Projekte der Arbeitskreise hat 2003 die Integration der Lokalen Agenda 21 bewirkt.
Die Gründung weiterer Stadtmarketing-Arbeitskreise für alle lokalen, regionalen und überregionalen Themen, die noch nicht Berücksichtigung gefunden haben, sind damit für alle interessierten Heiligenhauser Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Lokalen Agenda 21 gegeben.
1992 wurde in Rio de Janeiro auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung die "Agenda 21" verabschiedet. Sie gibt die Ziele für eine "nachhaltige" bzw. "zukunftsfähige" Entwicklung in Nord und Süd im globalen Maßstab vor. Die 21 steht dabei für das 21. Jahrhundert. Was global verabschiedet ist, muss lokal umgesetzt werden.
Neu in der Diskussion ist eine Interpretation des Begriffs "Nachhaltigkeit". Seine häufig als rein ökologische eingeengte Bedeutung wird jetzt auch in der konstruktiven Vernetzung der drei gleichwertigen Zielgrößen gesellschaftlicher Entwicklung interpretiert:
Die ökologischen Ziele nachhaltiger Entwicklung bestehen hauptsächlich im Erhalt bzw. in der Wiederherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen.
Die ökonomische Dimension beschreibt die Notwendigkeit, die materiellen Grundbedürfnisse von Menschen und Gesellschaften befriedigen zu können. Das Ziel besteht in der Realisierung einer sozial- und umweltverträglichen Wirtschaftsweise, die jetzt und in Zukunft eine hohe Lebensqualität für alle ermöglicht.
Ziele einer sozialen und Eine-Welt-verträglichen Entwicklung sind vor allem die Sicherung der Grundbedürfnisse, das Bemühen um soziale Gerechtigkeit, die Förderung der zukunftsfähigen Entwicklung in den Ländern des Südens - z.B. durch die Schaffung fairer Handelsbeziehungen und eines Eine-Welt-bewussten Konsumverhaltens in den (Industrie-)Ländern des Nordens - sowie ein friedliches Zusammenleben als Ergebnis größerer sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit.
Die Überwindung der Gegensätze zwischen ökologischer Tragfähigkeit, ökonomischer Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit kann dabei aber nur gelingen, wenn die Interessenvertreter aller drei Bereiche mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung über mögliche Wege und Alternativen miteinander sprechen.
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